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Monat: Mai 2020

Mentale Stärke im Sport

„Mentale Stärke ist die Fähigkeit, sich ungeachtet der
Wettkampfbedingungen an seiner oberen Leistungsgrenze zu bewegen“

Als mental stark gilt also der Spitzensportler, der das Potential seiner Leistungsfähigkeit zuverlässig im Wettkampf auf seinem höchsten Niveau abrufen kann.
Was bedeutet das?
Je nachdem wie der Sportler über die Herausforderung nachdenkt, sein Umfeld wahrnimmt und seine eigene Person bewertet, kann er seine Psyche und damit seine Emotionen regulieren. Die Fähigkeit der Selbstregulierung unterstützt oder hemmt seine Leistungen, denn der Kopf bestimmt zu 80% seine Leistungsfähigkeit. Basis für eine geeignete Selbstregulierung ist mentales Training:
- Steuern und Kontrollieren der Wahrnehmungen und des Denkens
- Steuern und kontrollieren des Fühlens und Handelns
- Konzentrationsübungen
- Entspannungstechniken
- Visualisierungstechniken
- Mentales Bewegungsablauftraining
- Wettkampfvorbereitung

Um im Wettkampf seine Bestleistung abrufen zu können, muss der Sportler die Wettkampfsituation im Training trainieren. Das erreicht er durch:

 – zielgerichtete Visualisierungen mit allen Sinnen
 – Vorbereitungsrituale für den optimalen Leistung- und Erregungszustand
 – „Prophezeiungen“ für die Ergebnisse
 – Reflektieren nach dem Bewerb mit Vergleich zur Vorbereitung
 – Analyse der Fehler
 – Maßnahmen zur Fehlerbehebung

Die Erkenntnisse aus den Wettkampftrainingseinheiten und Ergebnisse aus extensivem Training sind nicht nur ein Wegweiser für den Trainingsplan sondern bedeuten im positiven Fall wachsendes Selbstbewusstsein.

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Erfolg durch Selbsterkenntnis

Durch Selbsterkenntnis erfahren wir oft mehr über uns, als durch Ehrgeiz und Erfolgsstreben

Albert Einstein hat einmal gesagt:
„Wir überwinden Hindernisse und lösen Probleme nicht mit derselben Denkweise, durch die sie entstanden sind!“

Was heißt das im Klartext für unseren Blick zurück? Es braucht ein anderes Denken, ein anderes Fühlen, ein anderes Verhalten! Mehr Achtsamkeit für scheinbare Kleinigkeiten, weniger Oberflächlichkeit im Denken!

„Oberflächlichkeit ist Geschwindigkeit, Tiefgang entsteht durch Ruhe“.

Immer wieder erhalten gewisse Dinge in unserer Trainingsarbeit nicht den richtigen Stellenwert. Manchmal setzen wir sogar verkehrte Prioritäten. Wir „vergessen“ mitunter auch die Erledigung wichtiger Aufgaben bewusst, weil sie nicht zu den Bedürfnissen des Augenblicks passen.
Bei Gesprächen über aktuelle Schwierigkeiten mit Sportlerinnen und Sportlern, ist oft Ratlosigkeit und Mutlosigkeit herauszuhören, weil es nicht weitergeht. Wenn verschiedene Punkte aus der Vergangenheit hinterfragt werden, ist resignierendes Schulterzucken eine häufige Antwort, manchmal sogar unwillige Blicke und harsche Aussagen, wenn es ins Detail geht.
Häufiger Kommentar: „Was soll das, vorbei ist vorbei! JETZT stellt sich das Problem!“
Ist schon richtig, aber ein Problem entsteht selten über Nacht. Auch ein Hindernis braucht Zeit zum Wachsen. Die Wurzel des Übels entwickelte sich in der Vergangenheit. Es lohnt sich daher, achtsam und ehrlich in die Vergangenheit zu schauen, zu reflektieren.
Nicht in resignativer Stimmung sondern mit Neugier und Entdeckergeist. Nicht nach „Leichen im Keller suchen“, sondern bisher „nicht erkannte Aufgaben, Chancen und Möglichkeiten“ aufspüren, die noch nicht genügend Beachtung bekamen und die in eine erfolgreiche Zukunft helfen.

„Der Erfolg liegt immer im Detail, der Misserfolg im Übersehen dieser“

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Leistungssteigerung durch mentales Training

PRIMING UND ERFOLG

Ein bekannter Wintersportler startete seine große Karriere mit einem Sieg, auf den gleich weitere folgten. Seine kraftvolle und aggressive Art war auffällig. Bald reihten sich seine Erfolge zu Seriensiegen und nicht einmal ein wilder Sturz konnte ihn stoppen. Irgendwann bekam er von der Presse einen „Kampfnamen“ verliehen, der genau das zum Ausdruck brachte, wofür er stand: Kampfmaschine und Unbesiegbarkeit.
Das war und ist ein klassischer Fall von Priming.
Wenn man bei Wikipedia nachschlägt erfährt man, dass Priming für „Vorbereiten“ und „Bahnen“ steht. Ein erster Reiz (Prime), der durch das menschliche Gehirn aufgenommen wird, beeinflusst die Interpretation und Reaktion auf nachfolgende Reize. Das heißt der Prime aktiviert Vorstellungen, mit dem das später Erlebte in Verbindung gebracht wird. Durch diese Voreinstellung kann das eigene Verhalten beeinflusst werden“.
Also kann man Priming als Einstellung bezeichnen. Es ist ein Vorbereiten auf das Tun, gespeist durch fixe Reaktionsmuster aus Erkenntnissen und Erfahrungen. Diese Voreinstellung beeinflusst das geplante Verhalten. Es ist der Fokus auf die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten begleitet durch absolute Überzeugung der eigenen Leistungsfähigkeit.
Primen kann durch das Außen entstehen, zB Leistungszuschreibungen, Lob, Bewunderung, oder durch die eigene Vorstellungsarbeit(Imagination + Emotion), Erfolgserlebnisse, Überzeugung und Selbstbewusstsein. Der Mentalcoach unterstützt die Imaginationsarbeit des Athleten durch Trancesitzungen, stärkt die Ressourcen und vermittelt die Fähigkeit zur Fokussierung.

„Da wo sich die Aufmerksamkeit sich hinwendet, das breitet sich aus“

Stellen sich Erfolge ein, entsteht eine zunehmende Wechselwirkung zwischen Erfolg und wachsender Überzeugung. Letztendes ist der Athlet vor dem Wettkampf so „vorbereitet“, dass er keinen Zweifel an der eigenen Optimierung hat. Wer immer wieder erlebt und hört wie gut er ist, glaubt daran. Der Erfolg stellt sich fast „automatisch“ ein. Es läuft!

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Das innere Navigationssystem im Biathlon

Der Sieger im Biathlon riss die Arme in die Höhe und jubelte Er hatte es geschafft!
Vor einem Jahr noch an derselben Stelle war er gescheitert. Er war in Topform gewesen, und sein Training am Schießstand zeigte fehlerfreie Ergebnisse. Er war ganz auf Erfolg eingestellt und wollte allen zeigen, wie gut er ist.
Diese Erfolgserwartungen stressten ihn aber auch und er spürte Angst vor dem Versagen. Er war verkrampft und mühte sich in der Loipe ab. Beim Schießen produzierte er gleich einen vermeidbaren Fehler und wurde nervös, da der Wettkämpfer neben ihm war schon fertig war. Hektisch absolvierte er die Serie, ohne auf den trainierten Rhythmus zu achten. Die folgenden Runden und Schießen waren verkrampft. Das Ergebnis beim Schießen 1-2-0-2, die Laufzeiten waren besser als gefühlt.
Er war an seinen Erwartungen gescheitert.

Wie konnte so etwas geschehen?

Der Mensch ist ein „worst-case-Typ“ und bewertet Negatives viel stärker als Positives. Das ist das Relikt des Überlebenstriebes aus der Urzeit, der tief in uns verankert ist. Was früher in der Urzeit dienlich war, kann heute zum Problemfall werden. Wir geraten durch unpassende emotionale Bewertungen in ungeeignete Verhaltensweisen in der Herausforderung.
Der Mensch hat jedoch die Fähigkeit, erkenntnisreich über die Vergangenheit nachzudenken und sich auf mögliche Zukunftsszenarien vorzubereiten. Da kann man sehr viel richtig machen und Fehler vermeiden, auch wenn dieses System in der Realität leicht auf Abwege führt. Denn der Blick zurück fängt oft Ängste, Zweifel und Problemdenken ein und die Nervosität angesichts der Herausforderung wächst.
Wir produzieren unbewusst in ununterbrochener Reihenfolge Bilder und deren Bedeutung im Kopf und fügen das zu einer Geschichte zusammen, welche unser Verhalten steuert. Wenn wir diesen Vorgängen nichts entgegensetzen, sind wir nur Passagiere unseres Tuns. Wenn wir aber mit zielorientiertem mentalem Training unseren Fokus finden, werden wir zum Regisseur und Piloten. Wir nehmen Einfluss auf unsere Handlungen im Jetzt.
Dafür stehen in unserem Hirn zwei wichtige Werkzeuge zur Verfügung:
• Die Lenkung der Aufmerksamkeit und
• Unsere Vorstellungskraft
Damit haben wir die Möglichkeit, unsere Einstellung im Hier und Jetzt zu finden und unseren Fokus gezielt auf das Wesentliche zu lenken. Durch das Aufrufen von positiven Bildern über unsere Fähigkeiten kombiniert mit positiven Emotionen. können wir in die Zone des optimalen Funktionierens kommen.
Die Vorstellung eines Ereignisses aktiviert weitgehend dieselben neuronalen Netzwerke in unserem Gehirn wie das Erleben in der Realität. Es produziert dieselben Bewegungsimpulse, egal ob die Auslöser über unsere Sinnesorgane hereinkommen, oder alles innere Vorstellung ist. Durch diesen ideomotorischen Effekt wird der Bewegungsapparat vorprogrammiert, die Fähigkeiten sind „abrufbar“.
Das Navigationssystem programmiert unser Verhalten und schützt uns davor, mit unseren Gedanken zu stark bei den gewünschten Resultaten zu sein. Wer in diese Falle geht, hat Versagensangst und mindert durch diesen Ergebnisdruck seine Leistungen.


„Imagination rules the world“

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Selbstwirksamkeit

Der Prozess „Selbst“

Zuerst stellt sich die Frage, wer ist das ICH und was ist das SELBST in dir.
Das Selbst ist kein statisches ich bin, es ist ein permanenter Prozess, in dem du deinen Werten folgst und dein Potential an Fähigkeiten und Eigenschaften entfalten kannst. Es geht nicht darum, dem statischen Ich und seinen fixen Ideen nachzulaufen und bestätigt zu wissen, sondern offen für Neues zu sein und Lust auf Persönlichkeitsentwicklung zu haben.
Durch die Ereignisse, die du situativ durchläufst, wirst du dich dann ständig neu zu dir verhalten und dich situativ in Frage stellen. Du kannst die spannenden Herausforderungen des Lebens annehmen und das alles als Chance zur Weiterentwicklung sehen.
Es ist eine Reise, offen für neue Erfahrungen, Erkenntnissen und zielorientierte Verhaltensänderungen als Reaktion darauf. Das ist persönliches Wachstum.
Wenn Du an Deinem ICH jedoch festhältst und glaubst, du weißt wer du bist und welches Potential du deshalb unbedingt entfalten musst, wirst du am persönlichen Wachstum, am besser werden, scheitern. Du kommst keinen Schritt weiter, auch wenn du dich noch so sehr anstrengst. Anstatt zu wachsen, wirst du in deinen Prämissen und Denk- und Sichtweisen stecken bleiben.
Es ist sogar so, dass du nicht wirklich das bist, was du von dir glaubst, Wenn du dir im Spiegel in die Augen schaust, oder dich als Ganzes betrachtest, erkennst du die Realität. Egal also, ob du dann dein „eigentliches ICH“ verwirklichen, oder dein „uneigentliches Ich“ hinter dir lassen willst, du kommst zu keinem befriedigenden Ergebnis, wenn du nicht bereit für Selbstreflektion und Veränderungen bist.
Also lass los und starte dein Projekt SELBST für mehr geistigen und körperlichen Wohlstand und lerne deine Entwicklung zu reflektieren.

„Für das Ich ist der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Illusion“

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Mentale Stärke beim Biathlon

„Ich wurde mal gefragt, was ich beim Schießen denke. Ich glaube denken ist kontraproduktiv. Es geht darum, Trainiertes abzurufen.“ Erik Lesser, Profi-Biathlet

„Egal wie viel Schuss du im Training verschießt: Du brauchst eine bestimmte innere Haltung. Sonst triffst du nicht.“ Michael Greis, Ex-Profi-Biathlet

Biathlon ist eine besondere sportlicher Herausforderung. Diese beiden Kommentare vermitteln das sehr gut.
Zuerst kommt der Sportler mit einem Puls am Anschlag von der Runde herein und dann muss er innerhalb von Sekunden seinen Körper so weit unter Kontrolle bringen, dass er auf 50 m Entfernung fünf Schuss hintereinander in Schwarze bringt, bei Scheiben die entweder 4,5 oder 11,5cm im Durchmesser haben; und das möglichst schnell. Wenn er danebenschießt gibt es eine Straffrunde oder Zeitstrafe.
Das klingt vielleicht einfach, aber es bedeutet höchste körperliche Leistungsfähigkeit in der Loipe und maximale Konzentration ohne Übergang unter Zeitdruck am Schießstand.
„Ich selbst bin auch viel in der Loipe unterwegs und kenn mich beim Schießen aus, aber ich bin immer wieder von den Akteuren in diesem faszinierenden Sport beeindruckt“.
Abseits von der erforderlichen körperlichen Performance ist natürlich das Schießen der Knackpunkt. Wenn der Wettkämpfer in der Loipe mithalten kann, dann gewinnt oder verliert er am Schießstand den Bewerb. Es ist klar, dass er für ein gutes Ergebnis nicht nur die Technik des Schießens beherrschen muss, sondern er braucht für die max.15 – 20 Sekunden auf der Matte eine ganz besondere mentale Konditionierung.
Das bedeutet?
• Eine positive Einstellung für den Wettkampf
• Ein besonderes Ritual beim Zulauf zum Schießstand
• Einen stabilen Fokus auf die Schussabfolge
• Und genügend Zeit, jedem Schuss bewusst zu treffen
Erfolgreiche mentale Konditionierung bedeutet Training in einer Konsequenz, die dem körperlichen Training nichts nachsteht. So wie der Körper seine Belastbarkeit zum Limit hin entwickelt, so sehr wird durch das mentale Training eine neue Dimension der Denk – Sicht – und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Wettkampf erreicht.
Zwischen der reinen technischen Fertigkeit gut zu schießen und der mentalen Stärke gibt es noch einen weiteren Bereich, der Ideomotorik, Intuition und dem Methablick.


„Erfolg geschieht im Kopf – Misserfolg ebenso“

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Erfolg durch Synchronisation von Denken und Handeln


• Für erfolgreiches Handeln ist zielorientiertes Denken die Voraussetzung.
• Handelst du dann entsprechend deinem Denken, verstärkst du damit die beabsichtigte Wirkung.
• Handelst du nicht entsprechend deinem Denken, sendest Du widersprüchliche Informationen an Dein Gehirn.
• Ein Gedanke an den du nicht wirklich glaubst hat keine Wirkung, oder wirkt gegenteilig
• Erfolgreiches Handeln wird gelingen, wenn du am Erfolg deiner Vorgangsweise glaubst.
• Der wirkliche Glaube an deine Gedanken hängt von der Intensität deiner Emotionen (Freude, Überzeugung, Sicherheit, Selbstbewusstsein..)ab.
• Hast Du also eine realitätsnahe, mit allen Sinneseindrücken und Emotionen begleitete Vorstellung von deinen Handlungen wirst du erfolgreich sein

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