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Monat: Februar 2016

Erfolgssplitter vom Slalom in Naeba-Japan

Erfolgsmeldungen von Naeba-Japan

Nach dem tollen Mannschaftserfolg der Österreichischen Slalomfahrer neulich in Naeba-Japan sind mir die Aussagen von zwei jungen Fahrern aufgefallen, besonders deshalb, weil sie eine ziemlich reife Aussage in mentaler Hinsicht darstellen.

Michael Matt

Nach dem 22. Platz mit über 2 Sekunden Rückstand im ersten Durchgang knallte der jüngere Bruder von Olympiasieger Mario Matt eine Laufbestzeit im zweiten Durchgang hin und wurde noch Sechster: „Man muss einfach geduldig bleiben, ich wusste vom Training, dass ich so schnell bin wie meine Kollegen“. Was kann man aus mentaler Sicht daraus ableiten? Vertrauen in die eignen Fähigkeiten haben, sich im Wettbewerb auf das konzentrieren, was man kann und sich keinem Erwartungsdruck aussetzten. Der Erfolg stellt sich dann von alleine ein.

Manuel Feller

Er ist schon mehrfach in aussichtsreicher Position liegend ausgeschieden. Diesmal war der erste Durchgang ein Sicherheitslauf. Im zweiten Lauf ging er ans Limit, legte die zweitbeste Zeit hin und wurde Dreizehnter: „Im zweiten Lauf ritt ich volle Attacke. Die zweitbeste Laufzeit war wie eine logische Konsequenz.“ Da kann man sehr gut herauslesen, was es für das Ergebnis bedeutet, wenn ein Wettkämpfer bereit ist, an sein Limit zu gehen. Nicht seine technischen Fähigkeiten haben sich dadurch verbessert, sondern er hat sein verfügbares Potential voll ausgeschöpft.

Leistung = Potential ─ Störfaktoren

Marco Schwarz

Wurde Dritter und verfehlte die arrivierten Läufer Felix Neureuther und Andre Myhrer nur um jeweils zwei Zehntel Sekunden: „Im Finale habe ich mir gesagt, jetzt brenne ich voll an. Es ist mir dann auch alles aufgegangen“. Toll diese Aussage, denn sie impliziert Selbstvertrauen im Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und die Bereitschaft an das Limit zu gehen. Das geht dann auf, wenn der Läufer sich voll auf seine Fahrt konzentriert und an nichts anderes denkt. Selbstvertrauen lässt sich genauso wie die Technik mental trainieren!

E.S. 15.02.2016

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Gedächtnisschaden durch Stress

Gedächtnisschaden durch Stress

Manager haben eine verantwortungsvolle Tätigkeit und Stress ist ständiger Begleiter bei der Arbeit, der Erfolgsdruck ist groß.

Es ist hinlänglich bekannt, dass bei Stress das Hormon Cortisol ausgeschüttet wird. Es treibt an, munitioniert auf, lässt länger durchhalten, aber es hat auch schädliche Wirkungen. Abgesehen vom unverhältnismäßigen Energieverzehr, beeinträchtigt Cortisol die Gedächtnisleistung.

Bisher hatte man geglaubt, es stört den Verarbeitungsvorgang vom Erwerb über die Phase des Verdichtens und Abspeicherns von Informationen, bevor die Informationen wieder abgerufen werden können.

Ein Forscherteam um den Mediziner Dominique de Quervain an der Universität Zürich wies in einer Studie nach, dass das Stresshormon Cortisol nicht das Abspeichern von Informationen stört, sondern deren Verfügbarkeit. Das erklärt den Effekt – wer hat das nicht schon selbst erlebt – dass normalerweise verfügbare Wissen unter Stress nur schlecht, oder im Extremfall gar nicht abrufbar ist. Sogar der gewünschte Wortschatz ist manchmal reduziert.

De Quervain will weiter untersuchen, welche möglichen Schäden das Gedächtnis durch Dauereinwirkung von Cortisol erleiden kann, wie es etwa bei chronischer Depression vorkommt.

Das zeigt wieder einmal mehr als deutlich, dass wie wichtig es ist, negativen Stress zu vermeiden und Belastung und Regeneration im Gleichgewicht zu halten, um das Anschleichen eines Burnout mit all seinen Erscheinungsformen zu verhindern. Burnout ist heutzutage „Trend“ und entsteht immer durch anhaltenden Stress ohne ausgleichende Entspannung, sowie das Fehlen von positiven Ergebnissen und Anerkennung über einen längeren Zeitraum.

E.S. 8.02.2016

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Spirit of Golf

„Spirit of Golf“, oder Körpersprache beim Golfen

Beim Menschen wird durch die Körperhaltung sichtbar, was sich im Inneren abspielt. Das ist nichts fundamental Neues, aber wer achtet denn schon während des Spiels darauf, welche Signale der Körper sendet?

Ist Ihnen bewusst, wie Sie am Golfplatz stehen, was Sie ausstrahlen, welche Botschaft sichtbar wird?

Nein? Manchmal?? Ja?????

Ist Ihnen bewusst, dass Körper und Geist unmittelbar und wechselseitig zusammenhängen? Wenn es Ihrer Seele nicht gut geht, wird sich das durch Ihren Körper ausdrücken, wenn Sie eine geknickte Haltung einnehmen, wird sich ein Schatten auf Ihr Gemüt legen.

Ein Selbstversuch:

  1. Probieren Sie eine gerade, aufgerichtete Haltung, Brust heraus, klarer Blick nach vorne, vielleicht auch noch ein Lächeln auf den Lippen. Wie geht es Ihnen? Ich behaupte, Sie fühlen sich gut, zuversichtlich, stark und sicher.
  2. Nehmen Sie nun eine gegenteilige Haltung ein, gebeugter Rücken, gesenkter Kopf, hängende Arme und vielleicht auch noch Mundwinkel nach unten. Wie geht es Ihnen jetzt? Ich denke ziemlich mieß, mutlos, kraftlos und unsicher.

Was glauben Sie, welche Haltung für ein anhaltend gutes Spiel am Platz die geeignetere ist?

Ich glaube, diese Frage muss ich für Sie nicht beantworten, aber trotzdem: Natürlich die Haltung 2. Ich frage mich aber, wie gut haben sie ihre äußere Haltung – und damit ihre innere Haltung – am Platz unter Kontrolle, ist ihnen Ihre körperliche Reaktion je nach Spielsituation bewusst?

Das sind viele Fragen, die ich auf eine einzige reduzieren möchte:

Pflegen sie den „Spirit of Golf“?

Der „Spirit of Golf“ bedeutet Ehrlichkeit, Integrität und Höflichkeit, aber nicht nur als generelle Einstellung diesem wunderschönen Spiel gegenüber, er beeinflusst auch das Spiel selbst. Wenn es nicht gut läuft, wenn gegen die Etikette oder gar gegen die Golfregel verstoßen wird, steht man nicht mehr aufrecht, sondern in verspannter C-Position.

Jeder Golfer weiß, dass diese Position auf keinen Fall für einen guten Schwung und Rotation geeignet ist. Das heißt, verspannte Golfer – ob nun aus Mangel an Spirit, Ungeduld, Erwartungsdenken, anhaltendem Ärger, oder über vermurkste Schläge – beeinflussen die Körperhaltung und damit das Spiel negativ.

Golfen ist ein Spiel gegen sich selbst und daher höchst emotional. Emotionen beeinflussen das Bewegungsverhalten in dem Maße, wie intensiv die Gefühle sind. Ein zu viel an Euphorie und ein zu viel an Frust baut ein zu viel an Körperspannung auf. Das führt zu schlechter Ansprechhaltung, Beweglichkeitseinschränkungen und Kraftverlust, der gesamte Rhythmus beim Schwung fehlt.

Gehen Sie daher mit Zuversicht und Leichtigkeit ins Spiel, denken Sie nicht an das gewünschte Ergebnis und spielen Sie mit Freude. Der Erfolg stellt sich dann von alleine ein. Wenn es doch nicht von alleine geht, wenden Sie sich an einen guten Mentaltcoach.

E.S. 27.01.2016

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Statt Fokus auf das Tun – Angst vor dem Versagen

 Warum ist der Wettkämpfer vor dem Start oft extrem nervös, warum hat er Angst zu versagen, warum zweifelt er an seinen Fähigkeiten?

Jeder ehrgeizige Sportler kennt diesen Druck vor dem Start.

Natürlich hat er gut trainiert und tolle Leistungen abgeliefert, aber warum dann Nervosität, Ängste und Zweifel?

Der ehrgeizige Sportler hat sich Ziele gesetzt, die möglicherweise über seinen aktuellen Fähigkeiten liegen. Vielleicht übernimmt er auch die Erwartungshaltung seiner Trainer und macht sich zu großen Druck. Möglicherweise denkt er daran, dass alle Augen auf ihn gerichtet sind und dass er was beweisen will. Sein Selbstverständnis steht auf dem Prüfstand und sein Selbstwertgefühl ist in Falle einer Niederlage in Gefahr.

Vielleicht fürchtet er sich auch vor seinen unmittelbaren Konkurrenten und denkt daran, dass er schon ein paar Mal gegen sie verloren hat. Er hat sie schon oft beobachtet und glaubt, dass sie einfach besser sind als er selbst.

Auch das Material hat eine besondere Bedeutung für Sieg oder Niederlage, findet er. Er ist sich nicht sicher, ob er wirklich alles optimiert hat

Also wie jetzt in den Wettkampf gehen, wenn er sich seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht sicher ist und Angst vor dem Versagen hat?

Dazu gibt es natürlich viele Antworten aus mentaler, technischer und taktischer Sicht.

Franz Klammer, Abfahrts-Olympiasieger von 1976 hat zu seiner Situation damals vor dem Start anlässlich der Olympischen Jugendspiele 2016 folgendes gesagt:

„In den wenigen Minuten vor dem Start waren da Zweifel, Hoffnung, Angst, dass ich es nicht schaffe(er war immerhin bis zu diesem Rennen Seriensieger), […] aber im Starthaus selbst, unmittelbar vor dem Start wusste ich, dass ich dieses Rennen gewinnen werde. In diesem Moment gibt es kein –vielleicht geling mir ein guter Lauf-. Den guten Lauf muss man erzwingen. Und eines wollte ich auf keinen Fall: Danach in den Spiegel schauen und mir sagen, dass ich mich nicht getraut hatte, alles zu riskieren. Es geht um die Angst vor der Niederlage. Die quält viele. Ich habe gelernt, dass man nie gegen eine Person fährt, sondern immer versuchen muss, den Berg zu bewältigen. Man muss sich auf das Eigentliche konzentrieren. Diese Erkenntnis hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Eine Zeit lang war ich immer der schnellste im Training, konnte das aber nicht ins Rennen umsetzen. Irgendwann dachte ich: „Franz, was bist Du für ein Trottel!“ Du musst Dein Rennen fahren, was die anderen fahren, liegt nicht in Deinem Einflussbereich“.

Was kann man aus solchen Aussagen heraus lesen? Was sollte der Wettkämpfer beachten?

Entscheidend ist sicher, dass der Sportler bei sich bleibt, sich nur auf den Lauf konzentriert und sein Bestes gibt, indem er an sein Limit geht. Niemand kann seine Erwartungen erzwingen, sondern nur seine bestmögliche Leistung abrufen, die seinen Fähigkeiten entspricht. Damit erreicht er sein bestmögliches Ergebnis.

E.S. 8.01.2016

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